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"Australien den Australiern"? - Workshop mit Olaf Kistenmacher

"Australien den Australiern"? - Die historischen Wurzeln des linken Antiimperialismus

Workshop mit Olaf Kistenmacher - 27.09.19 ; 12 bis 18 Uhr


Gegen Imperialismus und Krieg war die organisierte Arbeiterbewegung seit ihren Anfängen. Aber erst im Anschluss an Wladimir I. Lenins Buch Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus und seine Thesen zur "nationalen und kolonialen Frage" entwickelte die Kommunistische Internationale während der 1920er Jahre eine antiimperialistische Position und setzte global auf ein Bündnis mit "nationalen und kolonialen Befreiungsbewegungen“, unabhängig davon, ob diese Bewegungen kommunistisch bzw. sozialistisch ausgerichtet waren oder nicht. Dabei lag seit 1913 mit Rosa Luxemburgs Die Akkumulation des Kapitals. Ein Beitrag zur ökonomischen Erklärung des Imperialismus nicht nur eine alternative materialistische Deutung des Imperialismus vor. Luxemburg hatte schon vor dem Ersten Weltkrieg vor der Vorstellung gewarnt, dass die politische Linke sich für die "nationale Befreiung" oder ein "Selbstbestimmungsrecht der Nationen" einsetzen sollte.

In dem Workshop werden wir anhand von ausgewählten Quellentexten die Lenin'sche und die Luxemburg'sche Erklärung des Imperialismus vergleichen und untersuchen, welche Auswirkungen der Antiimperialismus auf die Situation in China und in Palästina Ende der 1920er Jahre hatte.

Olaf Kistenmacher, Historiker aus Hamburg, promovierte über antisemitische Aussagen in der Tageszeitung der KPD, Die Rote Fahne, während der Weimarer Republik. Zuletzt gab er mit Hans-Joachim Hahn den Band Beschreibungsversuche der Judenfeindschaft II. Antisemitismus in Text und Bild – zwischen Kritik, Reflexion und Ambivalenz heraus.


Hinweis: Wegen begrenzter Platzkapazitäten bitten wir um eine Anmeldung unter materialistische.kritik.koeln@gmail.com

http://www.stavv.uni-koeln.de/

Die Veranstaltung steht allen Interessierten offen.

Facebook-Event: https://www.facebook.com/events/718331575301461/

Ort: Universitätsstraße 16b, Alte Mensa, Universität zu Köln

Datum: 27.09.19 - 12 bis 18 Uhr