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Tagesseminar zur Einführung in eine kritische Theorie spätmoderner Subjektivität

Wie wirkt die kapitalistische Gesellschaft bis ins Innerste der Subjekte und durch diese hindurch; formt sie und schädigt sie zugleich? Mit Hilfe von psychoanalytisch-sozialpsychologischen Konzepten wie dem autoritären Charakter, Narzißmus, Sexualitätsdilemma, Triebschicksal und Ich-Schwäche wird dem komplexen Beziehungsverhältnis von Gesellschaft und Individuum zur Erschließung einer allgemeinen Konstitution einer kritischen Theorie des Subjekts nachgespürt. Angestoßen durch gesellschaftliche Wandlungsprozesse (Postfordismus, Neoliberalismus, veränderte Sozialisationsverhältnisse usw.) wird diese anschließend auf spätmoderne Subjektivierungsformen
konkretisiert.

Zur Diskussion steht, was eine kritische Subjekttheorie für eine Politik, im Sinn von Aufklärung und Emanzipation von gesellschaftlich bedingtem Leid, leisten kann. Zum Anderen ist ihr
Erklärungspotenzial zu gegenwärtigen Erscheinungsformen autoritärer Mobilisierung auszuloten. Dabei steht insbesondere das Verhältnis einer Pathologie der Normalität zu ihrer autoritären
Schiefheilung zur Diskussion.

Das Seminar ist als ein Einführungsseminar konzipiert. Das Ziel besteht in der Skizzierung einer zeitgenössischen kritischen Theorie des Subjekts. Dementsprechend lässt sich der Ablauf auch
jederzeit an den (spontanen) Interessen der Teilnehmenden orientieren.

Florian Röhrbein studiert Soziologie im Master an der Universität Bielefeld, ist Mitherausgeber des Sammelbandes Kritische Theorie und Emanzipation und Mitglied der Gesellschaft für psychoanalytische Sozialpsychologie. Seine inhaltlichen Schwerpunkte liegen im Bereich einer kritischen Theorie des Subjekts, der Ideologiekritik (Antisemitismusforschung) sowie qualitativ-empirischer Sozialforschung.

Die Teilnahmeplätze sind begrenzt. Wir bitten um eine Anmeldung per E-Mail an stavv-kontakt@uni-koeln.de mit dem Betreff "Kritische Theorie". Mit Bestätigung der Anmeldung erhaltet ihr weitere Informationen zum Seminar.

Datum 11.05.2019, Universität zu Köln, Alte Mensa
Event bei Facebook: https://www.facebook.com/events/633807460399165/